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Unfallstatistik

Unfallstatistik – Zahlen, Daten, Fakten

Im Bereich Unfallstatistik erfahren Sie regelmäßig die neuesten Zahlen zu Unfällen auf deutschen Landstraßen und Autobahnen und deren Ursachen. Erfahren Sie Trends, in welche Richtung sich die Unfallzahlen entwickeln.

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2011

Unfallstatistik Januar 2011

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist leider im Januar 2011 stark gestiegen. In Zahlen ausgedrückt stieg die Zahl der Todesopfer um 24 % gegenüber Januar 2010. In der folgenden Tabelle finden Sie die Zahlen zu den Verunglückten insgesamt (Getötete + Verletzte) für den Januar 2011.

Unfallstatistik Januar 2011
Bundesland Unfälle Januar 2011 Veränderungsrate Vorjahreszeitraum
Baden-Württemberg 2 592 1,7
Bayern 3 713 0,3
Berlin 720 30,0
Brandenburg 523 6,5
Bremen 191 20,9
Hamburg 491 7,2
Hessen 1 784 6,9
Mecklenburg-Vorpommern 315 – 22,0
Niedersachsen 2 190 8,7
Nordrhein-Westfalen 4 338 2,2
Rheinland-Pfalz 1 223 5,2
Saarland 394 14,5
Sachsen 980 5,8
Sachsen-Anhalt 650 42,5
Schleswig-Holstein 717 – 6,4
Thüringen 566 – 5,8
Deutschland gesamt 22 248 6,9

Monatliche Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2010


Unfallstatistik Januar 2010 – November 2010
Bundesland Unfälle November 2010 Veränderungsrate Vorjahreszeitraum
Baden-Württemberg 42 060 – 4,5
Bayern 62 884 – 4,1
Berlin 14 217 – 6,6
Brandenburg 9 757 – 3,4
Bremen 3 254 – 7,3
Hamburg 8 655 – 8,0
Hessen 26 341 – 5,4
Mecklenburg-Vorpommern 6 321 – 14,9
Niedersachsen 36 850 – 9,6
Nordrhein-Westfalen 69 120 – 6,0
Rheinland-Pfalz 18 192 – 4,2
Saarland 4 936 – 6,4
Sachsen 15 526 – 8,0
Sachsen-Anhalt 9 861 – 6,9
Schleswig-Holstein 13 400 – 7,9
Thüringen 8 276 – 8,5
Deutschland gesamt 351 404 – 5,7

Im November 2010 gab es wieder mehr Unfälle und Verletzte auf deutschen Straßen. Erfreulicherweise ging die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten Personen um 3% zurück.



Unfallstatistiken über längere Zeiträume aus den vergangenen Jahren

Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen sinkt in 2010 erstmals unter die 4000er Grenze.

Unfallstatistik Deutschland 2010
Unfälle 2009 2010* Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang 4152 3700 - 10%
Unfälle insgesamt 2313000 2349000 + 2%

* Zahlen sind geschätzt

Die Zahlen sind in einer Hinsicht sehr erfreulich: Seit 1970 (höchste Zahl der getöteten Menschen im Straßenverkehr) nimmt die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr kontinuierlich ab. Bedauerlicher Weise nehmen die Unfälle insgesamt leicht zu.

In der folgenden Übersicht können Sie die Entwicklung der Unfallzahlen im deutschen Straßenverkehr von 2008 bis 2009 entnehmen.

Unfallstatistik Deutschland 2009
Unfälle 2008 2009 Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang 4477 4152 - 7,3%
Unfälle insgesamt 2289210 2310000 + 0,9%

Positiv ist die Entwicklung bei den Unfällen mit Todesfolge. Im Jahr 2009 sind demnach 325 Menschen weniger auf deutschen Straßen ums Leben gekommen.

Seit 1991 sinkt die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich

Auch die Zahl der Verletzten hat im letzten Jahr weiter abgenommen. In der Bilanz stehen 2,9% weniger Schwerverletzte und 2,7% weniger Leichtverletzte Verkehrsteilnehmer im Gegensatz zu 2008. Negativ fällt lediglich die Bilanz bei den Unfällen insgesamt aus.

Diese Zahlen bestätigen den Langzeittrend der seit 1991 anhält. Seit 1991 sinkt die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich.


Unfallstatistik Deutschland zwischen 1991 und 2008

Für die folgende Untersuchung wurden Daten der Unfallstatistik in Deutschland zwischen 1991 und 2008 genutzt. Erhoben wurden Zahlen zu den folgenden Ausprägungen:

-         Straßenklassen: Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen, Kreisstraßen und andere Straßen.

-         Ortslage: Innerorts und außerorts.

-         Unfälle: Mit Personenschaden, Getötete, Schwerverletzte, Leichtverletzte.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderungsrate der Werte der jeweiligen Ausprägungen für die Jahre 1991 und 2008:

Unfallstatistik 1991-2008
Straßenklasse Ortslage Unfälle Veränderungsrate 1991/2008
Autobahnen außerorts Unfälle mit Personenschaden -33,20
Getötete -68,11
Schwerverletzte -55,34
Leichtverletzte -27,69
Bundesstraßen innerorts Unfälle mit Personenschaden -29,28
Getötete -72,22
Schwerverletzte -56,51
Leichtverletzte -20,88
außerorts Unfälle mit Personenschaden -35,81
Getötete -62,66
Schwerverletzte -56,88
Leichtverletzte -27,74
Landesstraßen innerorts Unfälle mit Personenschaden -4,84
Getötete -52,98
Schwerverletzte -36,60
Leichtverletzte 3,63
außerorts Unfälle mit Personenschaden -23,38
Getötete -52,80
Schwerverletzte -46,32
Leichtverletzte -14,44
Kreisstraßen innerorts Unfälle mit Personenschaden -12,38
Getötete -60,92
Schwerverletzte -43,02
Leichtverletzte -1,33
außerorts Unfälle mit Personenschaden -19,58
Getötete -51,75
Schwerverletzte -44,56
Leichtverletzte -11,45
Andere Straßen innerorts Unfälle mit Personenschaden -4,17
Getötete -60,27
Schwerverletzte -36,35
Leichtverletzte 2,78
außerorts Unfälle mit Personenschaden -27,83
Getötete -61,38
Schwerverletzte -47,06
Leichtverletzte -23,71

Die Ausprägungen, die eine Veränderungsrate von mehr als -50% aufweisen, sind grün markiert. Ausprägungen mit einer Veränderungsrate bis -10% sind rot gekennzeichnet. Quelle: destatis

An der Unfallstatistik fällt sofort auf, dass die Veränderungsrate bei den im Straßenverkehr getöteten Personen die am stärksten sinkende von allen ist. Im Schnitt sinkt Sie zwischen den Jahren 1991 und 2008 auf allen Straßenklassen um ca. 60%! Auch die Rate der Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen und Bundesstrassen ist stark rückläufig (über 50%).

Ich denke, diese Entwicklung ist sehr positiv und ein Ansporn die Technik und die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen. Jedoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Zahl der Leichtverletzten auf Landesstraßen und anderen Straßen (z.B. Seitenstraßen) sogar ansteigt. Auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden insgesamt geht auf den kleineren Straßen nicht in dem Maße zurück wie beispielsweise auf den deutschen Autobahnen.

Nichts desto trotz kann das Bundesverkehrsministerium auf der Arbeit der letzten Jahrzehnte aufbauen und sich durch öffentliche Diskussionen wie dem Streit um die Verkehrsschilder (Gültigkeit alter Verkehrsschilder vs. neuer Verkehrsschilder) aus der Ruhe bringen lassen. Es geht nun in erster Linie darum, die kleineren Straßen (Kreisstraßen, Nebenstraßen, usw.) sicherer zu machen, sei es durch Tempo-Begrenzungen, Verkehrsberuhigte Bereiche oder neue Verkehrsschilder.


Sonstige Statistiken zum Thema Straßenverkehr

MPU – Begutachtungsanlässe im Zeitraum 2006-2009

MPU 2006-2009
Anlassgruppe 2006 2007 2008 2009 Veränderungsrate 06/09
Körperliche und geistige Mängel 268 247 237 304 13,43
Neurologisch-psychiatrische Mängel 273 279 288 269 -1,47
Auffälligkeit bei der Fahrerlaubnisprüfung 112 110 89 148 32,14
Verkehrsauffälligkeiten 12258 13066 13394 13975 14,01
Sonstige strafrechtliche Auffälligkeiten 3192 3280 3505 3920 22,81
Alkohol erstmalig 35472 34119 32610 31620 -10,86
Alkohol wiederholt 18328 18153 18095 18088 -1,31
Betäubungsmittel- und Medikamentenauffällige 15823 14873 14590 15536 -1,81
Alkohol in Kombination mit allgemeiner Verkehrsauffälligkeit 7516 7209 7226 7892 5,00
Alkohol in Kombination mit sonstigen Drogen und Medikamenten 1825 1812 1759 2158 18,25
Allgemeine Verkehrs- und sonstige strafrechtliche Auffälligkeiten 1719 1805 1930 2132 24,03
BtM /Medikamente und allgemeine Verkehrsauffälligkeiten 1557 1638 1810 2179 39,95
Sonstige Mehrfachfragestellungen 1220 1200 1240 1616 32,46
Untersuchungen nach FeV §§10 Abs.2 und 11 Abs.3 Nr.2 (Mindestalter) 5281 6197 5892 5659 7,16
Untersuchungen nach FahrlG §3 S. 1 Nr.3 und §33 Abs.3 (Fahrlehrer) 363 241 183 214 -41,05
Sonstige Anlässe (mit Erläuterungen) 254 252 289 372 46,46
Gesamt 105470 104481 103137 106082 0,58

Die Zahlen zeigen, dass es insgesamt zwischen 2006 und 2009 kaum eine Veränderung (0,58%) bei der Anzahl Begutachtungen gegeben hat. Auffälligkeiten gibt es lediglich in den einzelnen Anlassgruppen. So steigerte sich die Anzahl der Begutachtungen aufgrund von Auffälligkeiten bei der Führerschein Prüfung um satte 32%! Auch allgemeine Verkehrsauffälligkeiten legten um knapp 40% zu. Auf der anderen Seite nahmen im selben Zeitraum die Untersuchungen nach FahrlG §3 S. 1 Nr.3 und §33 Abs.3 (Fahrlehrer) um 40% ab.

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